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Quartalsbericht

Posted by on Oktober 27, 2016

Ein Viertel der Saison (plus ein weiteres Derby) sind gespielt, mit jedem Gegner wurden unsere Wild Wings einmal konfrontiert. Zeit, eine erste kurze Bilanz zu ziehen.

Was gut ist

  1. Der Start: Lassen wir mal das erste Wochenende außen vor, dann gab es schöne Spiele, eine für den Gegner unangenehme Spielweise und eine deutlich sichtbare Handschrift von Pat Cortina. Zwischendurch stand man sogar auf Platz 5 und Anflüge von Euphorie waren rund um das Schwenninger Moos zu spüren. Wir haben sicher nicht die Qualität für Platz 5, aber es war nach dem Vorjahr und dem mißmutigen Sommer eine schöne Momentaufnahme.
  2. Marc El-Sayed (und mit Abstrichen Uli Maurer): Manch einer, auch ich, hatte bei den Verpflichtungen der deutschen Spieler so seine Zweifel doch gerade El-Sayed, Maurer und Danner können mit einer herzerfrischenden, aktiven und aggressiven Spielweise überzeugen. El-Sayed ragt heraus, als Torjäger, als Arbeiter und Teamplayer, der sich auch für einen Faustkampf nicht zu schade ist.

Was nicht gut ist

  1. Die Punkteausbeute: Mit 15 Punkte aus 14 Spielen ist man ein gutes Stück von den anvisierten 3 Punkten pro Wochenende weg, hochgerechnet sind das um die 60 Punkte und damit leicht verbessert im Vergleich zu den Vorjahren, aber nicht in Reichweite des großen Zieles Platz 10. Die Liga ist noch eng beisammen, es sind 3 Punkte zu Platz 10 aber die Schwäche einiger andrer Teams sollte man nicht zum Anlass nehmen ebenfalls zu schwächeln. Mit einer Serie kann man sich nach oben bewegen, man kann aber auch schnell den Anschluss verlieren. Aufpassen und dran bleiben.
  2. Diskussionen, ob der Weg richtig ist und das Einschlagen auf einzelne Spieler. Ob das nun die breit getretene Causa Gysbers ist oder die offen vorgetragene Forderung man sollte doch wie Bremerhaven und Iserlohn den Weg der Doppelflaggenspieler gehen – beides hilft uns nicht weiter. Grundsätzlich finde ich unseren Weg gut, man sollte sich aber nicht unnötig selber beschränken. Wenn ein guter Kanadier mit deutschem Pass um die Ecke kommt, dann sollte man sich die Option offenhalten. Die Leistungsfähigkeit und der Preis eines Spielers sind für mich wichtiger als der Geburtsort Villingen-Schwenningen. Unabhängig vom langfristigen Plan werden wir dieses Jahr nicht Knall auf Fall drei unserer Spieler gegen Doppelflaggenspieler austauschen. Die Diskussion ist also in gewissem Sinne überflüssig – wir müssen jetzt mit diesem Kader glücklich werden und die Gedanken für das kommende Jahr sollte man sich unabhängig von einzelnen Spielen und Ergebnissen machen.

Was jetzt passieren muss

  1. Die Verletzungsmisere muss aufhören. Man kann bei Bartalis und Hult trefflich über den Grad des DEL-Niveaus streiten – ich glaube außer bei uns würden die in der Liga nirgendwo spielen und ein Bartalis hat trotz technischer und läuferischer Klasse nicht wegzudiskutierende Nachteile in der Robustheit. Trotzdem sind die beiden die Spieler, die eine stärkere spielerische Komponente ins Angriffsspiel einbringen, die kreativer sind als unsere anderen Reihen. Acton, Samson und Hansen sind eher Arbeiter, El-Sayed, Maurer und Co. sowieso. Dadurch ist unser Angriff eindimensionaler, ausrechenbarer geworden. Giliati ist ebenfalls ein Versprechen auf größere Variabilität, jetzt müssen die anderen zügig zurückkommen. Hoffen wir es, wir brauchen sie.
  2. Pat Cortina muss das Team weiterentwickeln. Die bisherige Taktik mit defensiv unangenehmer Arbeit und überfallartigen Angriffen hat für einen guten Start gesorgt, wurde aber auch schnell entschlüsselt. Die Verletzungen taten ihr übriges. Cortina muss der Mannschaft Optionen an die Hand geben, wie sie sich aus dem Dauerdruck der nominell stärkeren Gegner besser befreien kann und vor allem die Special Teams in die Spur bringen. 18.87% Überzahl ist zwar noch in Ordnung, aber die Gegentore sind zuviel und die Kurve zeigt nach unten. 68.09% Unterzahl ist dagegen indiskutabel und der Liga nicht würdig.

Fazit

Könnte besser sein, könnte aber auch viel schlechter sein. Es ist noch alles drin, es ist noch nichts Weltbewegendes passiert und es herrscht kein Grund zur Aufregung. Weiter kämpfen, gemeinsam Fans und Team. Morgen erstmal Ehrhoff einnorden.

Ein Kommentar zu Quartalsbericht

  1. Schradin

    Es steht und fällt fast alles mit dem, was Cortina und das Team am wenigsten beeinflussen können – dem Status des Lazaretts: Ich denke die erfolgreichen Spiele relativ zu Beginn der Saison waren möglich, weil Cortina ein Team zusammengestellt hatte, das gut aufeinander abgestimmt war und in denen die Rollen und gegenseitige Unterstützung der Spieler gut funktioniert hat – die Verletzungsmisere hat das weitgehend obsolet gemacht – und jetzt fällt nach dem Köln-Spiel auch noch Brückner mit einer „Oberkörperverletzung“ aus (was wohl wieder einige Wochen bedeutet); die D-Cup-Pause kann gar nicht schnell genug kommen; hoffen wir, dass zumindest 2-3 jetzt noch Verletzte wieder dabei sein werden (zumindest Hult und Bartalis)

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