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Ein wunderbarer Sport

Posted by on Oktober 4, 2016

Eishockey ist und bleibt ein wunderbarer Sport in dem sich Stimmungen, Perspektiven und Dinge sehr schnell ändern können. Noch vor zwei Wochen war die allgemeine Schwenninger Fanseele über den Saisonstart mehr oder weniger ernüchtert. Eine Woche später gab es zwar eine Steigerung, doch vor dem Wochenende mit den Partien gegen Köln und Mannheim hätte fast jeder gesagt, dass jeder einzelne Punkt an diesem Wochenende ein gewonnener Punkt wäre. Und es sind fünf Punkte geworden. Überraschend. Phänomenal. Grandios.

Glücklich?

Nein. Ganz klar nein. In meinem letzten Beitrag nach dem Bremerhaven – Spiel hatte ich auf die Aussage von Cortina hingewiesen, dass er in der Vorbereitung nicht „fertig geworden“ ist. Ich gebe offen zu, dass ich nicht geglaubt hätte, dass er das so schnell und so erfolgreich aufholt. Aber seit dem Rohrkrepierer zum Auftakt in Ingolstadt haben wir uns sukzessive verbessert. In allen Bereichen, mit festen Reihen die sich finden, einem breit verteilten Scoring, einer homogenenen Mannschaftsleistung und vor allem: EINEM PLAN!

Ich habe zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl, dass wir mit einem vernünftigen, an die Fähigkeiten der Mannschaften angepassten Gameplan agieren, der uns Stand jetzt zumindest die Möglichkeit einräumt gegen jeden Gegner in der Liga aus eigener Kraft zu gewinnen. Garantien gibt es im Sport keine, aber die Taktik mit einer soliden und extrem disziplinierten Defensive gepaart mit Effektivität in einem von starkem Zug zum Tor geprägtem Konterspiel, hat zumindest an diesem Wochenende funktioniert. Hätten wir versucht in Köln mitzuspielen oder die Adler spielerisch zu dominieren, dann wären wir höchstwahrscheinlich untergegangen. Aber so – aus den gegebenen und limitierten Möglichkeiten nahezu das Optimum herausgeholt.

Natürlich reicht das nicht zur Meisterschaft und es werden Spiele kommen, in denen wir die Disziplin in der Abwehr nicht halten können, in denen uns Strahlmeier (oder hoffentlich auch bald wieder MacDonald) nicht lange im Spiel halten, in denen wir es nicht schaffen werden die für unser Spiel so wichtige Führung zu erzielen oder in denen uns am Ende die Kraft ausgeht. Auch ist der Kader weiterhin sehr dünn, der Ausfall von Hult in gerade eingespielten Reihen trifft uns hart. Doch das alles ist kein Beinbruch, solange der Einsatz stimmt und solange der grundsätzliche Plan zu erkennen ist.

Ich bin auch gespannt, wie die anderen Clubs in der Liga auf unsere Spielweise reagieren werden. Cortina hat an diesem Wochenende seine Karten erfolgreich auf den Tisch gelegt, jetzt müssen die anderen Clubs zeigen was sie können. Und ob wir dann noch die taktische Variabilität haben um wieder darauf zu reagieren – die Frage ist müßig und Cortina und das Team haben uns schon mal überrascht.

In der Gesamtbetrachtung kann man jetzt sehr zufrieden sein, ein Derbysieg schmeckt immer gut und drei Punkte bei den Fischstäbchen nimmt man jederzeit gerne mit. Und nichts ist schöner als wenn man sich irrt und die Prognose mächtig positiv übertroffen wird.

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