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Katerfrühstück

Posted by on Dezember 14, 2015

Ein bitterer Montagmorgen für alle Wild Wings Fans. Konnte man vor Beginn der Heimspielserie noch verhalten optimistisch sein, muss man nun schon nach den ersten beiden vergebenen Chancen gegen Hamburg und Düsseldorf erneut bereits Mitte Dezember eingestehen, dass die Saison wiedermal gelaufen ist. Zwar mit einer vom Eindruck her besseren Mannschaft, aber ein „stets bemüht“ macht niemanden glücklich. Und die Mär von der „kämpfenden Mannschaft“ die ausreicht, wird beim Blick auf die Zuschauerzahlen wieder mal widerlegt. Es wird kalt, es kommt die Eishockeyzeit und wir sind weit weg von den 4.000. Oder müssen mal wieder die allfälligen Weihnachtsfeiern als Ausrede herhalten?

De Raaf hat das Schwenninger Eishockey wiederbelebt, aber es reicht erneut nicht um den Winter zu überstehen. Das ist bitter, das tut der Fanseele weh und daran habe ich durchaus zu knabbern.

Natürlich sind es auf den ersten Blick „nur 10 Punkte“, aber da muss man sich nichts vormachen. Der nötige Lauf mit 10 Siegen am Stück wird nicht kommen. Man hat es verpasst der Mannschaft die nötige Tiefe durch einen weiteren Ausländer zu geben und das Team wird nicht auf einmal in der Lage sein, den Schalter umzulegen und die knappen Spiele zu gewinnen. So heißt es an vielen Stellen. Man würde ja immer die knappen Spiele verlieren und es würde nicht viel fehlen.

Deshalb habe ich mir mal die Zahlen in knappen Spielen (1 Tor oder 1 Tor + Empty Net) angeschaut und wurde etwas überrascht. Da stehen wir bei 5 von 14 und mit 36% sogar besser da als in der Gesamtbilanz in der Tabelle mit 33% Siegen. Das ist natürlich nicht signifikant, aber es zeigt mir doch, dass wir nicht von „Pech“ in knappen Spielen reden brauchen, sondern in der Gesamtbetrachtung einfach gewogen und für zu leicht befunden wurden.

In einem guten Kommentar auf Facebook konnte man von einer „mentalen Leere“ der Mannschaft lesen, ausgelöst durch die vielen knappen und unglücklichen Niederlagen. Gleichzeitig wurde aber das spielerische Potential für Platz 10 festgestellt. Ersterem stimme ich voll und ganz zu, auch die meisten Spieler können eine Tabelle lesen, auch sie wissen, dass der Zug abgefahren ist, nur noch die Schienen einsam vor ihnen liegen. Aber letzterem würde ich widersprechen, wie schon im letzten Blogpost von mir – wir haben das Level für Platz 10 in diesem Jahr noch nicht, aber wir haben wenigstens alles reingehauen was wir haben und hatten.

Das es trotzdem schmerzt ist normal und dass da auch Frust durchschlägt, kann man auch nachvollziehen. Trotzdem sollte man – auch wenn uns noch zweieinhalb lange Monate bevorstehen – versuchen auch in der Fanszene eine gewisse Ruhe zu bewahren. Aussagen wie „Klar, dass der Acton mit dem bequemen Vertrag prompt ein punkteloses Wochenende einlegt.“ oder „Pelech steht nur grinsend auf dem Eis und ansonsten bei Gegentoren dumm daneben.“ helfen da keinem weiter. Natürlich muss und wird das Team an einigen Punkten ausgetauscht werden, aber das Fundament wirkt so gut wie schon lange nicht mehr. Und das ist der klitzekleine Sonnenstrahl in einem trostlosen vernebelten Morgen in Schwenningen.

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