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ERC Hollywood

Posted by on Februar 20, 2017

S’goht dagege und der ERC scheint sich von Tag zu Tag närrischer zu verhalten. Nicht mal sportlich, da ist alles in Butter. Man hat sich stabilisiert, die Punktequote verbessert und selbst drei Spieltage vor Saisonende eine – wenn auch kleine – rechnerische Chance auf die Play-Offs. Saisonziel erreicht, Zufriedenheit allenthalben könnte man da meinen. Doch leider ist es nicht ganz, es gibt einen Teil der Fans, die trotz erreichtem Saisonziel unzufrieden sind, die sich mehr erwartet haben, die höhere Ansprüche haben. Doch das soll hier heute nicht das Thema sein, ich bin der Meinung, dass wir ziemlich genau da stehen, wo wir von Etat, Anspruch und Wirklichkeit her hingehören.

Viel ärgerlicher dagegen sind die ganzen Nebengeräusche. Angefangen von den öffentlichen (Nicht-) Vertragsverhandlungen mit Sascha Goc, dem wochenlang und immer noch andauernden Verwirrspiel um die Verlängerung von Strahlmeier und jetzt in voller Breitseite eine Zeitung, die die Verpflichtung von Youri Ziffzer und Dominik Bittner vermeldet, was umgehend von Manager Rumrich heftig dementiert wird. Parallel beschweren sich Trivellato und Schmölz öffentlich, dass keiner mit ihnen redet und sie gerne bleiben würde und dazu kommt noch eine Alkoholfahrt von Jake Hansen – für die der Verein natürlich absolut nichts kann – garniert mit einer zeitgleichen Meldung über die Vertragsverlängerung mit Fürstenberg. Welch herrliche Ironie.

Man kann über viele dieser Einzelfälle diskutieren, einen Trivellato muss ich nicht zwingend halten, aber wenn ich öffentlich für ein Konzept von jungen deutschen Spielern werbe und dann die, die da perfekt reinpassen so vor den Kopf stoße, dann wirkt das auf die Öffentlichkeit – höflich gesagt – irritierend. Bestes Beispiel ist Schmölz: Sehr gute Entwicklung aus den hinteren Reihen zum Scorer, zweitbester deutscher Punktesammler, einer der wenigen der auch mal Härte rein bringt und beim Publikum beliebt. Genau solche Spieler sollten unseren Weg verkörpern, genau mit solchen Leuten kann man dem Publikum diesen Weg verkaufen – mit ihm jetzt nicht mal zu reden, ihn nicht mal „bei der Stange zu halten“ ist aus meinen Augen grob fahrlässig.

Schließlich sind deutsche Spieler auf dem Markt teuer, die Alternativen für uns nicht so groß gesät und gerade auf dem deutschen Sektor haben wir uns verbessert und es wäre wichtig einen Stamm an Spieler auch mal in eine neue Saison mitzunehmen. Kein alljährlicher Rebuild, bitte! Und dafür sind die Voraussetzungen eigentlich gut, mit El-Sayed, Danner, Kurth, Schmölz, evtl. Maurer hätte man einen Stamm von fünf Stürmern, die für 20 Punkte in der Saison gut sind, die auch sympathisch daherkommen und einfach nach Schwenningen passen. Und die Voraussetzungen sind auch deshalb gut, weil jeder sieht wo die Probleme liegen. Abschlussqualität und mehr Härte, bessere Ausländer – das ist es was uns in dieser Saison gefehlt hat.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Cortina mit der letztjährigen Mannschaft und seinem vernünftigen Defensivsystem die Play-Offs erreicht hätte, wahlweise auch mit diesem diesjährigen Team plus Fleury und Pelech/Rome.

Doch irgendwie nutzen wir dieses Basis nicht aus, reißen uns mit dem Hintern wieder ein was wir mühsam aufgebaut haben. Und es ergibt noch kein klares Bild. Ist Rumrich jetzt die ärmste Sau oder schlicht unfähig oder irgendwo dazwischen? Wo sind die treibenden Kräfte? Haben wir die Presse nur absolut nicht im Griff oder arbeitet die Presse bewusst gegen uns?

Es ist schade, denn das Bild das wir abgeben, die öffentlich geführten Vertragsgespräche und eine halbe Mannschaft, die sich über die Journaille beschwert – das ist einem Proficlub nicht würdig. Den ERC Hollywood sollten wir ganz schnell wieder in die Kiste packen, Nägel mit Köpfen machen, mit den Spielern reden und dann seriös und PROAKTIV agieren – sich nicht von der Presse treiben lassen. Ein Fantalk wäre mal wieder was.

2 Kommentare zu ERC Hollywood

  1. Pavlasek Peter

    Ich hatte schon eine Leserbrief geplant, darin würde in etwa das stehen, was Du formuliert hast.
    Es ist ein Schande wenn das was mit großen Tönen und um Verständig bittend, Sympathie ringend und zwar bei Fans und Spielern dann nicht in die Tat umgesetzt wird.

    Sascha ist eine Kultfigur in Schwenningen und dann gehört ihm einfach mal ein beratender Posten angeboten, den er sicherlich bereichernd mit seinem Fachwissen füllen kann. !! Schluss und Punkt.
    Aber wie mit eine Fremden den Vertrag nicht verlängern….
    Ohne wütend zu werden das wie man ihn behandelt hat – geht garn nicht.

    Der zuständige Herr Rumrich muss sich diese Kritik sicherlich gefallen lassen und sich überdenken.,

    Das was man nach außen hin als Vision propagiert wird – muss er einhalten sonnst ist etwas falsch und zwar auch mit ihm !

    Super Artikel und meine Hoffnung das ihn viele lesen und sich zumindest überdenken.

    Bei so eine Rebuild wie Du schreibst – bin ich nächstes Jahr nicht im Stadion. Sorry aber das ist ja jedes Jahr das Selbe.

  2. Neckartäler

    Eine Diskussion die doch deutlich zu einseitig Contra Organisation der Wild Wings geführt wird – ohne auch mal die anderen Akteure kritisch zu betrachten. Die Akteure der Reihe nach:

    – Spieler:
    Wie jetzt von WW-Seite kommuniziert wurde sehr wohl gesprochen, mit den Agenten der Spieler. Die Jungs verfolgen doch ihre knallhart eigenen Interessen, zocken durch gezieltes Spielen der Karte Presse oder machen sich für die Konkurrenz hübsch. So ist das Geschäft, ob da aber alles so stimmt nach dem Motto „mit mir hat noch niemand gesprochen“, ich wage es sehr zu bezweifeln.
    Und wenn man sich z.B. Im Fall Trivellato dafür entscheidet einen Neuen zu probieren, dann kann ich das gut nachvollziehen. Spielentscheidende Fehler (Winter Game, Strafe Köln), teils haarsträubendes Aufbauspiel gepaart mit solidem Zweikampf erhalten. Da kann man sich verbessern.
    Selbst im Fall Schmölz (mit dem sicherlich gesprochen wurde) würde ich mal gerne die Saison in anderer Konstellation simuliert haben. Ich nenne das mal den „Kurth-Effekt“. Schmölz hat natürlich davon profitiert neben Acton und Samson zu spielen, was vor allem in den letzten Spielen auch bei ihm zu einer ansehnlichen Entwicklung, auch punktetechnisch, geführt hat. Lass ihn aber die ganze Saison in der Reihe mit Jake Hansen und Uli Maurer spielen und keiner schreit hier so wehement nach der Verlängerung.
    Nicht falsch verstehen: ihn würde ich gerne weiter in Schwenningen sehen, aber die Betrachtung ist mir zu einseitig. Nicht um jeden Preis. Für ihn ein Mirko Höfflin – her damit.

    – Presse:
    Komisches Bild in den letzten Tagen. Vogelwilde Berichterstattung. Hier mache ich der Organisation Wild Wings noch den größten Vorwurf. Dass kann man etwas besser haben, ist allerdings sicher nicht ganz einfach vor allem den bestens bekannten Eishockeyfachmann der Neckarquelle richtig zu lenken. Und dann die Geschichte mit Hansen und der Fürstenberg-Verlängerung. Was ein Quatsch da ein Riesen Ding draus zu machen. Machen wir auch da den Spieler und seine Eskapade nicht größer, danke und Tschüss. Eine jahrzehntelange Partnerschaftkann zu jedem Tag verlängert werden, ohne Schäden für das Ansehen des Vereines und der Firma.

    Teile der Fans:

    Warum nicht das Urteil über die Transferpolitik anhand von kommunizieren Fakten machen? Warum nicht auch mal die Spieler und ihr tun sehen? Warum nicht erkennen dass wir uns in Bereichen verbessert haben und die Chance da ist, den nächsten Schritt zu gehen? An allem ist Rumrich schuld! An allem. Je mehr ich dies höre, durch die Blume und eloquent beschrieben oder ganz direkt, desto mehr wird mir klarer wie hier wieder die Sau das Dorf hoch und runter getrieben wird. Und wieder mit den Fans kommunizieren weil der Aufschrei so groß ist? Meinst du wirklich da würden manche ihre Meinung ändern? Außer Bremerhaven haben alle Einsteiger lange auf ihren ersten Erfolg in der DEL warten müssen – ignoriert. Ein gutes Spiel an einem Freitag Abend mit gepaarter Resthoffnung – nicht mal der Rede wert. Außer einem eingestreuten Kurs in Wahrscheinlichkeitsrechnung😎

    Durch die Nichtverängerung von MacDonald, Goc und (wahrscheinlich) Samson fallen absolute Topverdiener raus- hier liegt die Chance für die kommende Runde. Auf den Ausländerstellen liegt der Schlüssel.

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