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Es hätte so schön sein können…

Posted by on September 7, 2016

…denn die Wild Wings spielen trotz aller berechtigten Zweifel im Vorfeld eine wirklich gute Vorbereitung. Natürlich sind nicht alle Gegner Top-Mannschaften gewesen, aber man hat sich gerade beim Turnier in Yverdon-les-Bains gegen Teams aus der Schweizer NLA sehr gut verkauft bzw. durchgesetzt. Man konnte eine klare Steigerung und einen Plan erkennen, garniert mit einer ehrlichen Kommunikation von Cortina, der Schritt für Schritt seine Vorbereitung erläuterte und auch nicht davor zurückschreckte öffentlich einzugestehen, wenn etwas noch nicht nach Plan lief.

In Zahlen: Mit 29 Toren in 7 Spielen hat man – angesichts manches Gegners – kein Offensiv-Feuerwerk abgebrannt, sollte aber eingestehen, dass man dies von dem Team auch gar nicht erwartet hat. Es ging und geht darum unangenehm zu sein, den Laden dicht zu halten und mit einzelnen Nadelstichen die nötige Tore zu machen. Viel wichtiger ist der Blick auf die Defensive. Gerade mal 9 Gegentore in 7 Spielen sind ein überragender Wert, nie mehr als 2 Tore pro Spiel und ein Schnitt von 1,29 Gegentoren. Zum Vergleich – ich weiß, es ist ein unsauberer Quervergleich, den man aber auch mal für seine Zwecke einsetzen kann – das beste Team der letztjährigen DEL-Saison, Wolfsburg, hatte einen Schnitt von 2,27. Wenn wir also nur ansatzweise im Ligenbetrieb das umsetzen können was die Vorbereitung verspricht, dann muss man vor Cortina und seinem Plan den Hut ziehen.

Auch die kurzzeitige Verletzung von MacDonald konnte uns nicht erschrecken, hielt Strahlmeier doch sehr gut und zeigte Ambitionen für mehr als nur den Bankplatz. Ebenso positiv die Verteilung der Tore. 13 Spieler konnten sich eintragen, die Tore gut verteilt, Danner mit fünf Treffern und Acton und Samson mit je vier ragen aus einem ansonsten homogenen Team heraus. Mit Sommerfest, Siegen und Dauerkartenparty hatte man auch die Fans wieder gewonnen, fast jeder freute sich darauf am Freitag noch einmal die alten Rivalen aus Bietigheim zu vermöbeln und dann mit viel Rückenwind in die Saison zu starten.

Und dann platzt die Nachricht der schweren Verletzung von Poukkula rein. Schulter ausgekugelt, Nerv verletzt – mindestens zwei Monate Pause. Jeder, der schon mal etwas an der Schulter hatte, weiß, was für ein sensibles Gelenk das ist und im Klartext ist es nicht abwegig, dass er bis Weihnachten braucht um wieder in Top-Form zu sein. Bis dahin sind die Weichen in der Saison aber gestellt. Underdogs spielen meistens dann eine gute Saison wenn sie gut starten, wenn die Top-Teams noch Anlaufzeit brauchen und sie das Punktepolster vom Beginn dann bis zum Ende retten. Kaum einer startet Mitte der Saison auf einmal einen Lauf. Dazu ist MacDonald für den Saisonstart fraglich – keine Angst, Strahlmeier kann das – aber ich halte es für absolut realistisch, dass wir in Ingolstadt mit nur sieben Ausländern auflaufen werden. Und das ist zu wenig, das können wir uns nicht leisten, da ist der Kader viel zu sehr auf Kante genäht.

Aus meiner Sicht muss reagiert werden, muss mehr getan werden als „den Markt zu sondieren und zu gucken ob jemand passt“. Uns hat schon letztes Jahr der zusätzliche Ausländer gefehlt und jetzt wird uns das zu Saisonbeginn vor Augen geführt. Aber ich bin ganz guter Hoffnung, dass Cortina auch hier einen Plan hat und sich durchsetzt. Ein oder zwei Wochen kann und wird sich das vorhandene Team den Hintern aufreißen und das kompensieren können – aber spätestens dann brauchen wir die volle Kapelle um im Konzert der Großen bestehen zu können.

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